SPD-MdB Ursula Schulte besucht die Gemeinde

MdB und MdL

Ursula Schulte im Gespräch mit Flüchtlingen

Warten auf das Interview“

Der Bundestag entscheidet in den nächsten Wochen über das Asylpaket II. Dies nahm die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte zum Anlass und machte sich ein Bild von der Situation der Asylsuchenden in ihrem Wahlkreis. Dabei nutzte sie auch die Gelegenheit zu Gesprächen mit den Bürgermeistern und ehrenamtlichen Helfern.

 

Gemeinsam mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden der Gemeinde Raesfeld, Klaus Rybarczyk, lud Ursula Schulte Flüchtlinge zu einem Gespräch ein. Die Menschen aus Syrien, Irak und Eritrea schilderten ihre Fluchterfahrungen, ihre Ängste und Hoffnungen. „Es ist bedrückend, wenn erwachsene Männer bei ihren Schilderungen über ihr Land, ihre Fluchterfahrungen und ihre zurückgelassenen Angehörigen weinen“, so Ursula Schulte. „Im persönlichen Kontakt mit den Flüchtlingen wird uns noch einmal vor Augen geführt, dass sich hinter den vielen Zahlen menschliche Schicksale verstecken.“

Für die Menschen ist das lange, untätige Warten das größte Problem. Sie hoffen auf das ‚Interview beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge‘, um endlich Klarheit zu bekommen, ob sie als Asylbewerber anerkannt werden. Junge Männer aus Eritrea schilderten ihren Alltag, der im Wesentlichen aus Essen, Schlafen und ein wenig Sprachunterricht besteht. Das sei pure Langeweile und das über Monate und Jahre hinweg. Alle wollten arbeiten und das am liebsten sofort. Besonders erschütternd waren die Schilderungen von christlichen Flüchtlingen, die vor dem IS geflohen waren und deren Angehörige noch im Nordirak in Lagern Schutz suchen.

Es ist etwas Anderes, anonym über Flüchtlinge zu sprechen, als sich mit ihnen persönlich zu unterhalten und von ihren Schicksalen zu erfahren. Wir brauchen

schnellere Verfahren, wir brauchen schnellere Entscheidungen beim Familiennachzug und wir brauchen eine bessere Tagesstruktur für die Flüchtlinge. All das gehört für mich zum „Wir schaffen das“ dazu und da ist die Bundesregierung und hier vor allem der Innenminister gefordert“, so Ursula Schulte.

 

 
 

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