Stellungnahme des SPD Ortsvereins Raesfeld zu dem geplanten Notfall-Informationssystem

Veröffentlicht am 13.11.2022 in Allgemein

Stellungnahme der SPD Ortsverein Raesfeld zu dem geplanten Notfall-Informationssystem:

Es verwundert sehr, dass die Gemeinde Raesfeld nur einen NIP installieren möchte. Unserer Ansicht nach ist dies in Bezug auf die Sicherheit großer Teile der Raesfelder Bevölkerung ein unverantwortliches Vorgehen.

Bei einer Gefahrenlage, sei es ein Brandereignis oder ein Rettungsdienstlicher Notfall, zählt jede Sekunde.

Die NIPs dienen dazu, bei einem Ausfall der Kommunikationsmöglichkeiten der Bürger, das eigene Telefon zu ersetzen, um den rettenden Notruf an die Feuerwehr- oder Polizeileitstelle abzugeben. Unter normalen Umständen dauert dies schon – wenn jeder Bürger ein Telefon griffbereit hat – 3,5 Minuten, siehe Schema der AGBF (Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren in Deutschland, siehe hier: https://www.spdraesfeld.de/dl/Schutzzieldefinition.pdf). 

Verlängern sich diese 3,5 Minuten dadurch, dass ein Homeraner Bürger zuerst mit dem Auto 10 Minuten und ein Erler Bürger 5 Minuten zum Feuerwehrhaus nach Raesfeld fahren müsste, wäre dies eine unverantwortliche Verlängerung der gesamten Hilfsfrist. Mit dem Fahrrad lägen diese Werte sogar bei 23 bzw. 11 Minuten (siehe hier: https://www.spdraesfeld.de/dl/Homer_bei_1_NIP.pdf).

Dies ist nach unserer Einschätzung eine viel zu lange Zeit.

Hier werden wichtige Minuten verschenkt, um Menschenleben zu retten.

Es ist total unverständlich, warum die Gemeindeverwaltung so restriktiv mit diesem sensiblen und wichtigen Thema der Bevölkerungssicherheit umgeht.

Schaut man in den Nachbarkreis Recklinghausen. Dort sieht man dort die Situation komplett anders. So gibt es z.B. in Waltrop mit 29.000 Einwohnern acht NIPs, verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Selbst im benachbarten Dorsten gibt es bei 75.000 Einwohnern 12 NIPs die strategisch sinnvoll über die gesamte Fläche Dorstens verteilt sind.

Aber selbst in unserem eigenen Kreis Borken sieht es in vielen Gemeinden komplett anders aus.

So gibt es in

  • Ahaus sieben NIPs (39.000 Einwohner)

  • Isselburg drei NIPs (12.000 Einwohner)

  • Legden zwei NIPs (6.900 Einwohner)

Quelle: https://akut.kreis-borken.de/de/home/informationen-im-notfall/notfall-infopunkte/

 

Nach Meinung der SPD Raesfeld werden die Bürger in Homer und Erle nicht notwendigen Sicherheitsrisiken ausgesetzt.

Aus den vorgenannten Gründen fordern wir aus Bevölkerungsschutzgründen mindestens zwei zusätzliche NIPs an denen die Bürger Notrufe absetzen können. Diese sollen in Homer und in Erle installiert werden.

Diese zusätzlichen Standorte müssen dann auch in den öffentlichen Verzeichnissen veröffentlicht werden.

 

Thorsten Hansen

Vorsitzender SPD Raesfeld

 

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